Ein Blick zurück

Am 22. Februar 1826 öffnete die Leipziger Sparkasse – auf Anregung einflussreicher Bürgerinnen und Bürger der Stadt und mit königlicher Genehmigung – erstmals ihre Türen. Sie ermöglichte ab diesem Zeitpunkt das sichere Sparen und stellte Geld für faire Kredite zur Verfügung.
Obwohl der Weg zur heutigen Sparkasse Leipzig von zahlreichen Veränderungen geprägt war, blieb unsere Unternehmensphilosophie stets unverändert:
Kundennähe und gesellschaftliche Verantwortung stehen im Mittelpunkt unseres Handelns.
Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Daten und Meilensteine aus unserer 200-jährigen Geschichte.

1826

Die Sparkasse Leipzig öffnet in der Neuen Waage vor dem Halleschen Tor ihre erste Geschäftsstelle. Erster ehrenamtlicher Vorsteher ist der Stadtrat Johann Ludwig Hartz.


1827

Der erste Bericht über die Einlagenentwicklung spiegelt den Erfolg der Sparkasse im Gründungsjahr wider. Einzahlungen von rund 95.400 Talern können dabei Auszahlungen von rund 6.400 Talern gegenübergestellt werden.


1828

Der bekannte Verleger Heinrich Brockhaus ist der erste Leipziger Unternehmer, der einen Grundkredit von der hiesigen Sparkasse erhält.


1838

Am 3. Februar nimmt in Torgau eine Sparkasse den Betrieb auf.


1841

Die Sparkasse in Borna erhält am 10. Juni die Genehmigung der königlichen Regierung und beginnt infolgedessen mit dem Geschäft. Im ersten Jahr zahlt die Kundschaft 4.666 Taler ein und hebt 302 ab.


1843

Am 3. November startet die Sparkasse in Eilenburg. Sie nutzt den Bienenkorb als Logo, um für das Sparen zu werben.


1847

Der 3. April ist der erste Kassentag der Oschatzer Sparkasse im Rathaus. Später bekommt sie ein eigenes Gebäude in der Nähe.


1848

Die Sparkasse in Delitzsch eröffnet am 1. Oktober.


1853

Die Geithainer Sparkasse nimmt ab dem 20. Juli “kleinsparerfreundliche” Einzahlungen ab 5 Neugroschen an.


1858

Die Kundeneinlagen der Leipziger Sparkasse übersteigen die erste Million Taler. Mittlerweile befindet sie sich in einem neuen Gebäude auf dem Packhofgelände an der Nordstraße.


1875

In Sachsen gilt seit Jahresbeginn die Rechnung mit der Reichswährung Mark zu 100 Pfennigen. Die Leipziger Sparkasse verzeichnet damals schon über 10 Millionen Mark Spareinlagen.


1898

Die Summe der Gelder, welche die Sparkasse Leipzig bereits von ihren Gewinnen für gemeinnützige Zwecke bereitgestellt hat, beträgt insgesamt schon 7,5 Millionen Mark.


1905

Die Leipziger Sparkasse leiht als eine der ersten in Deutschland Heimsparbüchsen zur Förderung des Kleinsparens aus.


1908

Heute gibt es die PIN zur Sparkassencard. Sicherheit ist auch damals wichtig. Die Stadtsparkasse führt daher Kontrollmarken ein, die zusammen mit dem Sparbuch vorgelegt werden, um Geld zu bekommen.


1911

Mit dem Umzug der Sparkasse ins Stadthaus am Burgplatz erfolgt die Trennung vom Leihhaus.


1914

Das Deutsche Reich beginnt mit der Herausgabe von Anleihen zur Finanzierung des Ersten Weltkrieges. Auch Geldinstitute und ihre Kunden erwerben sie. Die Leipziger Großsparkasse bilanziert anschließend bis 1918 insgesamt 60.361 Zeichnungen über 104,3 Millionen Mark.


1915

Die Sparkasse Leipzig bezieht ihr neues Geschäftshaus in der Otto-Schill-Straße 4, in dem sich heute ihre Kunsthalle befindet.


1923

Die Stadtbank wurde gegründet. Sie übernahm die bankmäßigen Geschäfte der Leipziger Sparkasse. Im Folgejahr zog sie in das Gebäude in der Otto-Schill-Straße. Beide Institute wurden schließlich zusammen verwaltet.


1924

Nach der Hyperinflation begann das Sparen mit der stabilen Reichsmark von vorn. Die Leipziger Sparkasse kann am Jahresende bereits über 3,4 Millionen Reichsmark Spareinlagen vorweisen.


1930

Die Stadtbank trennt sich von der Sparkasse und fusioniert mit der Girokasse zur Stadt- und Girobank Leipzig, die außerdem in die Schillerstraße 4 zieht. Im gleichen Jahr startet die Sparkasse zudem mit dem Bauspargeschäft.


1933

Gleichschaltung der kommunalen Geldinstitute: Auch die Leipziger Sparkasse wird in das NS-Wirtschaftssystem einbezogen. Das Sparen gilt nun als nationale Pflicht.


1945

Die sowjetische Besatzungsmacht ordnet die Neugründung von Sparkassen ohne Rechtsnachfolge an. In Leipzig eröffnet infolgedessen eine Kreis- und eine Stadtsparkasse Leipzig. Letztere hat ihr Geschäftshaus in der Schillerstraße 4.


1948

Die Besatzungsmächte führen separate Währungsreformen durch. In der sowjetischen Zone wird die frischgedruckte Deutsche Mark der Deutschen Notenbank eingeführt. 


1951

Am 1. Januar entsteht durch eine Fusion die Stadt- und Kreissparkasse Leipzig.


1958

Einbindung in die sozialistische Planwirtschaft: Die Sparkasse Leipzig finanziert den Bau zahlreicher neuer Wohnungen in Leipzig.


1958-1965

Die Stadt- und die Kreissparkasse Leipzig wurden erneut als zwei eigenständige Institute geführt, bevor sie 1965 wieder zusammengeführt werden und das Institut zur Stadt- und Kreissparkasse Leipzig firmiert.


1973

Die Überleitung der Konten der Stadt- und Kreissparkasse auf die EDV beginnt.


1987

Die Sparkasse Leipzig setzt ihre ersten Geldautomaten ein.


1989

In Leipzig wird für Freiheit und Demokratie demonstriert. Auch bei der zweitgrößten Sparkasse der DDR herrscht Unzufriedenheit, zum Beispiel wegen der Mangelwirtschaft. Unter anderem hat das Geldinstitut zu wenig Personal.


1990

Am 1. Juli kommt die D-Mark zu den Kundinnen und Kunden der Sparkasse Leipzig. Das Institut stellt indes mehr als eine Million Konten von Bürgern und Unternehmen auf die neue Währung um. 


1992

Die Sparkasse Leipzig führt als erste Sparkasse im gesamten Bundesgebiet am 1. Oktober den Telefon-Service KONTOPHONE ein und erhält dafür den Sonderpreis „Goldener Bumerang“ für erfolgreiches Direktmarketing auf der CeBit in Hannover.


1993

Die Sparkasse Leipzig startet das Pilotprojekt zur „Mobilen Geschäftsstelle“– der Grundstein für die heutige „Fahrbare Filiale“.


1994

Die Sparkasse Leipzig fusioniert mit den Kreissparkassen Borna und Geithain. Am Connewitzer Kreuz entsteht außerdem der erste Sparkassen-Neubau in Leipzig seit 1945.


1997

Das neue Verwaltungszentrum Löhrs Carré wird am 23. Mai feierlich eingeweiht. 


1998

Der Internetauftritt www.sparkasse-leipzig.de wird am 21. April freigeschaltet.


2001

Die Medienstiftung sowie die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig ergänzen die 1995 begonnene Stiftungstätigkeit des Finanzinstitutes.


2001

Die Kunsthalle der Sparkasse Leipzig wird am 22. Februar feierlich eröffnet.


2003

Start der Internet‑Filiale (Online‑Banking) der Sparkasse Leipzig.


2004

Die Sparkasse Leipzig fusioniert mit der Kreissparkasse Torgau-Oschatz und ein Jahr später mit der Sparkasse Delitzsch-Eilenburg.


2012

Die Sparkasse Leipzig erhält das Zertifikat „auditberufundfamilie“ und wird somit offiziell als familienfreundlicher Arbeitgeber ausgezeichnet.


2016

Einführung neuer, flexibler Girokontomodelle - von „GiroKlassik“ bis „GiroPremium“.


2018

Start der Social-Media-Präsenz des Finanzinstitutes.


2021

Die regionale Crowdfunding-Initiative “99 Funken“ der Sparkasse Leipzig geht an den Start.


2026

Am 22. Februar begeht die Sparkasse Leipzig ihr 200. Gründungsjubiläum. 


„Historische Tagung“ vom 25.-27.02.2026

Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur der Sparkasse Leipzig im Wandel der letzten 200 Jahre.

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